Copyright-Vermerk
Der frühe Seitenstand trägt einen Copyright-Vermerk mit dem Jahr 1996.
erhaltener HTML-Quelltext · GIF-Grafiken · 8-Bit-Zeichen · frühe Webpraxis · Provenienz
Im Archiv ist ein früher Webseitenstand des Goldenen Ochsen in Göppingen-Hohenstaufen erhalten, der den Copyright-Vermerk 1996 trägt. Anders als eine nachträgliche Retro-Rekonstruktion besteht dieser Bestand aus tatsächlich überliefertem HTML und den dazugehörigen GIF-Dateien. Damit lässt sich nicht nur beschreiben, wie eine kleine Website jener Zeit aufgebaut war: Quelltext, Dateinamen, Bildgrößen, Farbpaletten, Zeilenenden und spätere Bearbeitungsschichten können direkt am erhaltenen Material untersucht werden.
Die Seite dokumentiert bewusst einen frühen Stand. Die Hotelwebsite wurde danach über Jahrzehnte weitergeführt und vielfach geändert; auch die Wayback Machine enthält zahlreiche spätere Aufnahmen. Eine vollständige Chronik aller Zwischenstände würde den eigentlichen Archivgegenstand überlagern. Hier geht es deshalb um den frühen, mit 1996 bezeichneten Bestand und um die Frage, was daran heute technisch belastbar erkennbar ist.
Der frühe Seitenstand trägt einen Copyright-Vermerk mit dem Jahr 1996.
Keine Stylesheets, kein JavaScript, keine Frameworks; Darstellung direkt über HTML-Elemente und Attribute.
Weitere erhaltene Varianten zeigen HTML-3.2-Struktur, Meta-Angaben und redaktionelle Korrekturen.
Originalmaterial, Lesefassung und heutige Einordnung werden voneinander getrennt dokumentiert.
Der Bestand ist für sslxy.de vor allem deshalb interessant, weil hier nicht nur über frühe Webpraxis gesprochen wird. HTML-Datei und zugehörige GIF-Grafiken sind tatsächlich erhalten und lassen sich heute direkt untersuchen. Quelltext, Dateinamen, Bildgrößen, Zeichencodierung und spätere Bearbeitungsschichten werden damit an einem konkreten eigenen Beispiel sichtbar.
Die Hotelwebsite wurde danach über Jahrzehnte weiterentwickelt. Diese Seite konzentriert sich bewusst auf den frühen, mit 1996 bezeichneten Bestand; spätere Versionen werden nur dort erwähnt, wo sie für seine Einordnung wichtig sind.
Zum untersuchten Bestand gehören eine frühe HTML-Datei und sechs GIF-Dateien. Die HTML-Seite verweist auf genau diese Bildnamen; Bildabmessungen und Darstellungsgrößen passen zum überlieferten Seitenaufbau. Die beiden Ochsen-Grafiken und das Zimmerbild werden im HTML kleiner dargestellt.
index.html – früher HTML-Seitenstand in 8-Bit-Zeichencodierunglog.gif und log2.gif – Ochsen-Grafiken des Kopfbereichswpe9.gif – Außenaufnahme des Hausesseite_2.gif – Zimmeraufnahmeseite_4.gif und seite_3.gif – historische GastraumaufnahmenWeitere überlieferte HTML-Fassungen zeigen spätere technische und redaktionelle Bearbeitungen. Sie dienen hier nur als Vergleichsmaterial.
Der hier dokumentierte Webseitenbestand von 1996 entstand am Amiga 2000. Der Rechner war mit einer PC-kompatiblen Erweiterung ausgestattet, sodass innerhalb desselben Arbeitsplatzes sowohl die Amiga- als auch die PC-/DOS-Welt zur Verfügung stand.
Welche Programme für das Schreiben der HTML-Dateien, die Bearbeitung der Bilder oder den Dateitransfer verwendet wurden und welche Arbeitsschritte auf der Amiga- beziehungsweise PC-Seite stattfanden, lässt sich heute nicht mehr sicher rekonstruieren. Die erhaltenen CRLF-Zeilenenden und die 8-Bit-Zeichencodierung sind deshalb kein Beleg für einen separaten Windows-PC, sondern mit dieser hybriden Arbeitsumgebung vereinbar.
Die damaligen Bildvorlagen wurden mit einem Epson GT-6000 digitalisiert. Damit gehörte ein eigener Flachbettscanner zur Web-Arbeitsumgebung, aus der die erhaltenen GIF-Dateien hervorgingen.
Welche Scansoftware, Auflösung, Schnittstelle und einzelnen Bearbeitungsschritte verwendet wurden, ist heute nicht mehr sicher zuzuordnen. Der erhaltene Bildbestand zeigt jedoch die für frühe Webseiten typische Weiterverarbeitung zu kleinen GIF-Dateien mit begrenzten Farbpaletten und vergleichsweise geringen Dateigrößen.
HTML-Datei und sechs zusammengehörige GIF-Dateien.
Der Seitenstand trägt einen Copyright-Vermerk mit dem Jahr 1996.
Ob sämtliche heute erhaltenen Bytes seit 1996 unverändert geblieben sind, lässt sich nicht beweisen.
Für die Archivbeschreibung wird deshalb zwischen historischem Inhalt, heute erhaltener Datei und späterer technischer Bearbeitung unterschieden.
Die Datei beginnt ohne DOCTYPE und ohne Zeichensatzdeklaration. Der Seitentitel steht direkt im
<HEAD>; unmittelbar danach beginnt die Darstellung.
<HTML> <HEAD> <TITLE>Hotel Gasthof Metzgerei Goldener Ochsen</TITLE> </HEAD> <BODY BGCOLOR="WHITE"> <CENTER>
Aus heutiger Sicht wirkt das minimalistisch. Für den historischen Kontext ist gerade diese Direktheit aussagekräftig: Inhalt und Darstellung liegen im selben HTML-Dokument, und die Seite benötigt für ihre Grundfunktion weder Stylesheet noch Skript noch externe Programmlogik.
Die Seite benutzt typische präsentationale Elemente und Attribute: <CENTER> für
zentrierte Bereiche, <FONT> für Größe und Farbe, <BR> für
vertikale Abstände und BGCOLOR="WHITE" für den Seitenhintergrund. Überschriften innerhalb
des Inhalts werden blau und unterstrichen dargestellt, ohne dass dafür ein Stylesheet existiert.
<FONT COLOR="BLUE"> <U>Unsere Zimmer</U> </FONT>
Diese Technik ist heute veraltet, aber historisch aufschlussreich. Die spätere Trennung von Struktur, Präsentation und Verhalten war noch nicht selbstverständlich. Kleine Websites konnten vollständig in einer einzigen HTML-Datei beschrieben werden.
Ebenso auffällig ist, was fehlt: kein JavaScript, kein Stylesheet, keine externen Bibliotheken und keine serverseitige Programmlogik. Die Seite besteht aus HTML und lokalen Bildern.
Die untersuchte Datei ist heute kein UTF-8-Dokument. Deutsche Zeichen liegen als einzelne 8-Bit-Werte vor. Für die in der Datei vorkommenden Umlaute und das ß sind ISO-8859-1 und Windows-1252 byteweise identisch; ohne zusätzliche Zeichen aus dem unterscheidbaren Bereich lässt sich deshalb aus dieser Datei allein nicht entscheiden, welche der beiden Interpretationen ursprünglich gemeint war.
Eine <meta charset>-Angabe fehlt. Das entspricht einem Web, in dem Serverkonfiguration,
Browserannahmen und regionale 8-Bit-Zeichensätze noch wesentlich stärker in die korrekte Darstellung
hineinwirkten. Die Datei verwendet außerdem durchgehend CRLF-Zeilenenden, wie sie in DOS-/Windows-geprägten
Arbeitsumgebungen üblich sind.
Alle sechs erhaltenen Bilder sind GIF89a-Dateien mit jeweils nur einem Bildframe. Die beiden kleinen Ochsen-Grafiken verwenden lediglich 16 Farben und Transparenz. Die vier Fotos sind auf Paletten mit bis zu 256 Farben reduziert. Für Fotografien ist GIF heute ungewöhnlich, für frühe Webseiten war eine solche Palette jedoch eine nachvollziehbare Möglichkeit, Bildmaterial browserkompatibel und vergleichsweise kompakt bereitzustellen.
| Datei | Pixel | Dateigröße | Format | Farben | Transparenz |
|---|---|---|---|---|---|
log.gif | 100 × 111 px | 2,9 KiB | GIF89a | 16 | ja |
log2.gif | 100 × 111 px | 2,9 KiB | GIF89a | 16 | ja |
wpe9.gif | 311 × 226 px | 48,5 KiB | GIF89a | 253 | nein |
seite_2.gif | 362 × 224 px | 60,7 KiB | GIF89a | 256 | nein |
seite_3.gif | 300 × 220 px | 54,5 KiB | GIF89a | 256 | nein |
seite_4.gif | 304 × 221 px | 57,5 KiB | GIF89a | 256 | nein |
Die Abmessungen verbinden HTML und Bildbestand zusätzlich miteinander: wpe9.gif,
seite_3.gif und seite_4.gif werden in ihren tatsächlichen Pixelmaßen
verwendet. Die Logos und das Zimmerbild werden durch die HTML-Attribute WIDTH
und HEIGHT kleiner dargestellt.
log2.gif und log.gif – 100 × 111 Pixel, 16 Farben, transparente GIF89a-Grafiken.
wpe9.gif – Außenaufnahme, 311 × 226 Pixel.
seite_2.gif – Zimmeraufnahme, intrinsisch 362 × 224 Pixel.
seite_4.gif – historischer Gastraum, 304 × 221 Pixel.
seite_3.gif – weiterer historischer Gastraum, 300 × 220 Pixel.Die folgende Darstellung setzt die überlieferten Texte und Bilder innerhalb der heutigen Archivseite zusammen. Sie ist keine Simulation eines bestimmten Browsers von 1996 und kein Beweis dafür, dass Schriftmetriken, Fenstergröße oder Zeilenumbrüche damals exakt so aussahen. Sie zeigt lediglich, wie knapp und direkt der erhaltene Seitenaufbau war.
Ailstraße 1
73037 Göppingen - Hohenstaufen
Telefon: 07165/8062

Unser herrlich gelegenes Haus ist ein beliebtes Ausflugsziel, am Fuße des Hohenstaufen. Der Blick vom Berg reicht bis in das Fils- und das Remstal.

Unsere Zimmer, insgesamt 16 Betten haben fließend Warm- und Kaltwasser, Dusche, WC und TV.

Die gutbürgerliche Küche ist weit bekannt (eigene Metzgerei mit hauseigener Schlachtung von Rind, Ochse, Schwein und Kalb).

Die variablen Gasträume bieten Platz für 24, 46 und 60 Personen (insgesamt 130 Plätze).
In unserem Saal finden weitere 120 Personen Platz.
Für Omnibusbedienung sind wir eingerichtet. Voranmeldung erbeten.
Weitere 90 Personen finden auf unserer Terrasse Platz.
Unser Ochsen blickt auf eine über 200-jährige Geschichte zurück.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde unser Gasthof um 1785 als Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Metzgerei und Landwirtschaft.
Damit zählen wir zu den ältesten Betrieben in der Region Göppingen-Hohenstaufen.
Die Seite nennt 16 Betten, Warm- und Kaltwasser, Dusche, WC und TV, außerdem eine eigene Metzgerei mit hauseigener Schlachtung. Für die Gastronomie werden 130 Plätze in den Gasträumen, weitere 120 Plätze im Saal und 90 Plätze auf der Terrasse angegeben. Solche Angaben zeigen zugleich, wie knapp ein regionaler Betrieb damals im Web vorgestellt wurde.
Der Vermerk ist ein wichtiges internes Datierungsmerkmal des überlieferten Seiteninhalts. Auch die verwendete Technik ist mit einer sehr frühen Website vereinbar; im untersuchten Quelltext findet sich kein Merkmal, das zwingend erst viele Jahre später entstanden wäre.
Nicht belegt ist dagegen, dass jedes heute erhaltene Byte seit 1996 unverändert geblieben ist. Dateien können kopiert, erneut gespeichert oder umcodiert worden sein. Die öffentliche Archivseite bezeichnet den Bestand deshalb bewusst als überlieferten frühen Webseitenstand mit Copyright-Vermerk 1996.
Weitere erhaltene HTML-Varianten desselben Inhalts zeigen spätere technische und redaktionelle Bearbeitungen, darunter eine strukturiertere HTML-3.2-Fassung. Sie sind für die Entwicklungsgeschichte nützlich, stehen hier aber nicht im Mittelpunkt.
Auch die Wayback Machine dokumentiert zahlreiche spätere Stände der Hotelwebsite. Zur Wayback-Machine-Historie der Domain.
Der Bestand ergänzt die allgemeineren SSLXY-Seiten zur frühen Webentwicklung um ein konkretes eigenes Beispiel. Eine vollständige kleine Website lässt sich hier noch aus wenigen Kilobyte HTML und lokalen GIF-Dateien nachvollziehen – ohne Framework, CMS, Tracking oder externe Abhängigkeiten.
sslxy.de ist ein privates, nicht-kommerzielles Technik- und Webarchiv. Diese Seite dokumentiert einen historischen Webseitenbestand und technische Merkmale seiner Überlieferung. Sie ist weder eine aktuelle Angebotsseite des Hotels noch eine Buchungs- oder Gastronomieinformation.
Historische Bezeichnungen, Leistungsangaben, Zimmermerkmale, Kapazitäten und Betriebsbeschreibungen werden ausschließlich als Bestandteil des alten Webdokuments wiedergegeben. Für aktuelle Angaben ist allein der heutige Webauftritt des betreffenden Betriebs maßgeblich.
Die Kennzeichnung „1996“ wird als überlieferter Copyright-Vermerk des historischen Seitenstands dokumentiert. Eine lückenlose Behauptung, dass sämtliche heute untersuchten Bytes seit 1996 unverändert geblieben seien, wird daraus ausdrücklich nicht abgeleitet.
Diese Unterseite ist als statische HTML-Seite konzipiert. Die historischen GIF-Dateien werden lokal von sslxy.de geladen. Es werden keine Tracking- oder Analysewerkzeuge und keine zustimmungspflichtigen Cookies für diese Darstellung benötigt.